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Sprungbrett zurück ins Berufsleben

Koblenz/Limburg. GR. Dass man mit Zeitarbeit kurzfristige Engpässe, insbesondere in Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, überbrücken kann und so auf ziemlich einfache Weise saisonale Lücken schließen kann, hat sich in den Chefetagen inzwischen herumgesprochen. So ist die Zahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit im vergangenen Jahr 2004 - einschließlich der Personal-Service-Agenturen (PSA) - mit knapp 400.000 auf eine neue Rekordmarke geklettert. Das ist ein Zuwachs von einem guten Sechstel in nur einem Jahr. Die meisten in der Zeitarbeit Beschäftigten waren vorher erwerbslos; kaufmännische und gewerbliche Berufe sowie Hilfsberufe waren die häufigsten Berufsgruppen in den bundesweit über 4.000 Zeitarbeitsunternehmen.
Eines der am längsten am Markt operierenden Unternehmen der Wachstumsbranche ist IMUS in Koblenz. Es ist mittlerweile 15 Jahre her, dass Irmgard Mayr und Ute Siry ihr Zeitarbeitsunternehmen gründeten. Die beiden engagierten Unternehmerinnen haben in dieser langen Zeit die Höhen und manche Tiefen der Zeitarbeit miterlebt, sie haben Geschäftsstellen eröffnet und haben gemeinsam ein neues Bürogebäude in Koblenz-Metternich errichtet, kennen den Markt genau.
Und sagen Erstaunliches: Denn anders als zu erwarten, werden durch Hartz IV - zumindest im Zeitarbeitssektor - zunächst einmal keine oder kaum neue Arbeitsplätze geschaffen. Siry, die zusammen mit Irmgard Mayr das mittelständische Koblenzer Unternehmen führt, hat den Eindruck, dass die Arbeitsagentur das Problem (und die Arbeitssuchenden) nur "verschiebt": "Für 2005 sehen wir zwar auch weiterhin Wachstumschancen", sagt Ute Siry. Die Zweigstelle in Limburg, die dieser Tage ihren fünften Geburtstag feiert, sei ein gutes Beispiel dafür.
Regionalleiter Robert Schäfer hat im Laufe der Jahre ein schlagkräftiges und dynamisches Team um sich geschart, das Anfang 2005 durch einen weiteren Personaldisponenten ergänzt wurde. IMUS setzt - sowohl in Koblenz als auch in Limburg - auf Seriosität und Kontinuität. "Mit dem vergrößerten Team", so Schäfer, "wollen wir im Jubiläumsjahr neue Aufgaben in Angriff nehmen."
Nicht für die Unternehmen, die von IMUS Zeitarbeiter "ausleihen", werden die Vorzüge dieser neuen Form der Arbeitsvermittlung geschätzt, sondern vor allem auch von den vermittelten Personen, bei IMUS in der Hauptsache kaufmännisches Personal, Facharbeiter und Produktionshelfer. Vor allem für die Mitarbeiter bitet die Zeitarbeit eine große Chance.
"Zeitarbeitsverträge waren für viele unserer Beschäftigten ein Sprungbrett zurück ins Berufsleben", sagt Mitinhaberin Irmgard Mayr stolz. Viele der Zeitarbeiter und -arbeiterinnen wurden von den Unternehmen in feste Arbeitsverhältnisse übernommen. "Und das ist", da sind sich die beiden Geschäftsführerinnen von IMUS einig, "ist neben dem eigenen wirtschaftlichen Erfolg das schönste Erfolgserlebnis, das man als Zeit-Arbeitgeber haben kann."